Brustkrebsprävention in der klinischen Praxis

st-paradontitisBrustkrebs ist jene bösartige Erkrankung, mit der der/die in der klinischen Praxis tätige Gynäkologe/in am häufigsten konfrontiert ist. Die überragende epidemiologische, gesundheitspolitische und klinische Bedeutung dieser Erkrankung machen es notwendig, sich über alle möglichen und in der Praxis sinnvoll anwendbaren Präventionsstrategien zu informieren und betroffenen und interessierten Frauen diese entsprechend zu vermitteln. Grundsätzlich kann die Strategie zur Vermeidung der Entstehung eines Mammakarzinoms darin bestehen, aktive Interventionen zu setzen oder etablierte Risikofaktoren zu vermeiden. Etablierte und individuell beeinflussbare Risikofaktoren wie Alter bei Erstgeburt, Parität, Stillen, oder Alkoholkonsum sind potenziell
wirksame Möglichkeiten zur Brustkrebsprävention. Aus offensichtlichen ethischen Gründen ist eine prospektive Überprüfung der Effektivität einer derartigen Vorgangsweise allerdings nicht möglich. Im Gegensatz dazu existieren für eine Vielzahl von potenziell präventiven Interventionen repräsentative Studiendaten. Folgende Interventionen sollen in diesem Artikel beschrieben und hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und wissenschaftlichen Grundlage beschrieben werden: diätetische Maßnahmen, sportliche Aktivität, Phytoöstrogene, Pharmakoprävention mittels selektiven Östrogenrezeptormodulatoren (SERMs), prophylaktische Chirurgie, sowie Aspirin und Nahrungsergänzungen/ Vitamine. Ziel des Artikels ist es, eine aktuelle, klinisch orientierte und praxisgerechte Zusammenfassung aller derzeit verfügbaren Mittel der Brustkrebsprävention zu geben.

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