BrainStim-Demenzprävention

Kognitive Defizite haben unabhängig von der zugrunde liegenden Primärerkennung einen negativen Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Daher rücken mögliche therapeutische Ansätze zur Prävention und Behandlung mehr und mehr in den Fokus des Interesses. Neben einer medikamentösen Intervention drängt sich zunehmend die Frage auf, inwieweit sich die Neuroplastizität therapeutisch nutzen lässt.

Neuere Studien mit bildgebenden Verfahren legen den Schluss nahe, dass die Stimulation des Gehirns mittels spezifischer Trainingseinheiten einen direkten Einfluss auf die funktionelle Organisation des Gehirns hat uns somit die Induktion von Plastizität möglich zu sein scheint. Für diese Fragenstellung wurde das computerisierte Trainingsprogramm BrainStim entwickelt, mit dem spezifische Aspekte des Arbeitsgedächtnisses (visuell-räumlich, verbal) trainiert werden können. Ergebnisse einer Pilotstudie an gesunden älteren Personen zeigen, dass sich die trainierten Funktionen verbessern und sich diese Verbesserungen mit spezifischen klinischen Messinstrumenten abbilden lassen. Die kognitive Intervention mittels BrainStim nimmt somit auf die Funktionalität des Gehirns einen positiven Einfluss. Das BrainStim wurde an der Universität Basel in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik in Rapperswil entwickelt.